© Schiedsrichtergruppe Münsingen. Impressum | Kontakt

Startseite Förderverein

Neuigkeiten aus der Gruppe 2015 / 2016

Christine Baitinger

Eine SWR-Reportage


Christine Baitinger gehört zu den besten deutschen Referees und wurde dreimal zur Schiedsrichterin des Jahres gewählt. Sie hat bei den Frauen schon Weltmeisterschaft und Olympia gepfiffen. Sie läuft während eines Spiels rund 10 km und ist fast jedes Wochenende, manchmal auch zweimal auf dem Platz. Wie sie das mit 40 Jahren schafft zeigt die SWR-Reportage.

17 Schiedsrichterneulinge bestanden die Prüfung bei der SRG-Münsingen


17 neue Schiedsrichterkameraden, über die sich die SRG Münsingen besonders freut un d wilkommen heißt, haben am 04.07.2015 Ihre Prüfung bestanden und sind jetzt offizielle DFB-Schiedsrichter.

Die SRG-Münsingen führte in den letzten Wochen unter der Leitung des Lehrwarts Max Riethmüller von der SRG Tübingen einen Schiedsrichter-Neulingskurs durch. An insgesamt 8 Schulungstagen wurden im Sportheim in Apfelstetten die 17 Regeln und die Auslegung gebüffelt. Am letzten Schulungstag endete der Kurs in einer schriftlichen Prüfung und einem körperlichen Leistungstest.

Die neuen Schiedsrichter im Alter von 13 bis 52 Jahren dürfen in den nächsten Wochen unter Begleitung erfahrener Betreuer das gelernte auf den Sportplätzen im Gebiet der SRG-Münsingen, dass von Römerstein über Bad Urach und Eningen bis nach Oberstetten reicht, umsetzen.

In der letzten Saison besetzte die SRG-Münsingen rund 1.550 Fußballspiele mit insgesamt 88 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Nach wie vor fehlen im gesamten Bezirk ALB Schiedsrichter wobei auch der Münsinger Gruppe noch weitere 20 Referees fehlen um alle Spiele im Gebiet besetzen zu können.

Um den fehlenden Personalbedarf zu decken und weitere Kameraden zu gewinnen, plant die SRG-Münsingen im Zeitraum vom 03.11.2015 bis 20.11.2015 einen weiteren Schiedsrichter-Neulingskurs im Raum Bad Urach.

Luxuskabine oder Abstellkammer

Die SRG Münsingen hat ein Projekt mit dem Namen „Luxuskabine oder Abstellkammer“ für die Rückrunde der Saison 2014/2015 im Bezirk Münsingen gestartet. Wir wollen nicht nur auf dem Platz genau hinschauen, sondern auch in den Umkleidekabinen die uns zur Verfügung gestellt werden. Die Schiedsrichterkabine ist für uns Schiedsrichter die erste Visitenkarte der Heimmannschaft.


Warum? Wir erhielten diverse Beschwerden von Schiedsrichtern aus den Nachbargruppen und auch von eigenen Kammeraden, dass bei manchen Umkleidekabinen es nicht so genau mit der Sauberkeit genommen wird. Diese Informationen wurden im Ausschuss der SRG Münsingen ernsthaft diskutiert und ernst genommen. Dort wurde dann das Projekt „Luxuskabine oder Abstellkammer“ geboren.


Wie sah das Projekt aus? Erstmal wurde ein Formular zum Bewerten entwickelt. Fragen nach Größe der Kabine, wird die Umkleidekabine als Abstellkammer oder Büro benutz, ist eine Dusche oder WC vorhanden, sind Tisch , Stuhl, Spiegel, Steckdose oder gar Licht vorhanden, bekommt der Schiedsrichter in der Halbzeitpause ein Getränk, wurden gestellt. Zu guter Letzt wurde die Sauberkeit der Kabine nach Schulnoten beurteilt. Mehrfachbeurteilungen waren natürlich vorhanden. Die ausgefüllten Formulare wurden vom Ausschuss bewertet und dann in einer Statistik ausgewertet. Der Ausschuss plant nach der Auswertung an die Vereine heranzutreten, deren Bewertungen Positiv sind und Ihnen Dank zu sagen. Die „Schwarzen Schafe“, die bei der Umfrage ertappt wurden, sollen aber nicht öffentlich an den Pranger gestellt  werden. Wenn das Meinungsbild ausgeprägt genug ist, wird der Ausschuss auf die betroffenen Fußballklubs zugehen und auf die Missstände aufmerksam machen.


Schiedsrichter in allen Altersgruppen beurteilten und bewerteten die Kabinen. Ob bei Jugendspiele, Frauenspiele oder Herrenspiele, dies spielte bei der Beurteilung keine Rolle.



Nach dem die Statistik nun erstellt wurde, teilen wir sehr gerne auch die Ergebnisse mit. Im Schnitt ist eine Schiedsrichterkabine 9,5 m² groß. Bei 31,6 % der Kabinen gab es ein WC. Tisch, Stuhl und Kleiderhacken gab es bei 95,7 % aller Kabinen. Einen Spiegel gab es bei fast 75 % aller Kabinen. Leider gab es nur bei 83 % der Kabinen eine Steckdose.

23,9 % aller Kabinen glichen einer Abstellkammer. Überraschenderweise wurden 10,3 % der Umkleidekabinen als Büro benutz. Hier wurden zum Beispiel Vereinspost, Vereinsverwaltung und vieles mehr deponiert.





Immerhin haben 80,3 % der Kabinen eine eigene Dusche für den Schiedsrichter. Das sollten dennoch mehr sein. Warum? Jeh nach Spielverlauf und Nachbereitung des Schiedsrichters ist eine eigene Dusche sinnvoll.







Was uns sehr enttäuscht hatte, war die Feststellung, dass bei knapp 20 % aller Spiele der Schiedsrichter kein Halbzeitgetränk bekam. Aussagen vielen wie zum Beispiel:“ Mir wurde gesagt, dass es heute nichts zu trinken gibt“. Solche Aussagen sind nicht tolerierbar. Gerade die jüngeren Kammeraden unter uns haben vielleicht nicht den Mumm die Verantwortlichen anzusprechen.





Das heißt, dass bei jedem fünften Spiel kein Getränk bereitgestellt wurde. Das ist nicht ok und da müssen wir mit den Vereinen reden, damit der Missstand korrigiert wird.


Auch die Sauberkeit lässt noch stark zu wünschen übrig. Oft sind die Spielerkabinen sauberer wie die Schiedsrichterkabinen. Von Müll und verschmutze Kleidungsstücken auf dem Boden, bis zu Spinnenweben an den Ecken und Ansammlungen von verschiedenen Kleintieren in der Kabine. Davon berichteten die Schiedsrichter. Ebenso kamen Aussagen auf Papier wie:“ Die Kabine war sehr unsauber und unaufgeräumt, ebenso stank es widerwärtig“, oder “Etwas veraltetes Mobiliar, dunkler Raum, zu wenig Licht“, sowie „Raum ist schlecht ausgeleuchtet, WC ist in einem gepflegten Zustand, Dusche war nicht sauber, Bedienung des PCS im Flur mit Zuschauer“. Das sind nur einige Aussagen, ich könnte sicherlich mehr aufzählen.


Trotzdem gibt es auch positives zu berichten. Die Kabinen in Auingen, Upfingen, Dottingen, Böhringen und Pfronstetten sind von der Sauberkeit in einem hervorragenden Zustand gewesen. Dafür muss man den Vereinen auch mal ein Lob aussprechen. Wir Schiedsrichter hoffen natürlich, dass auf den Zustand der Schiedsrichterkabinen bei mehr Vereinen ein Augenmerk geworfen wird. Es wurden 27 Schiedsrichterkabinen im Bezirk Münsingen mehrmals beurteilt. Die Durchschnittsnote aller Beurteilungen liegt bei der Schulnote 2,5. Da hat es sicherlich noch Luft nach oben.


Der Ausschuss der SRG Münsingen wird sich sicherlich noch einmal die Mühe machen die Kabinen hier im Bezirk Münsingen nochmals unter die Lupe zu nehmen.


Zum Abspielen des Videos einfach das Bild anklicken

Schiriplakat-Neulingskurs-2.png

RTF.1 zu Gast bei der SRG-Münsingen

Um auf den akuten Schiedsrichtermangel im Bezirk Alb hinzuweisen und das Bemühen der SR-Gruppen um neue Schiedsrichter für den Sport zu begeistern hat uns RTF.1 mit einen Beitrag der am 08.06.2015 im Sport-Ticker ausgestrahlt wurde unterstützt. RTF.1 Sportreporter  Alexander Faller, die Kameraleute sowie die Geschäftsführung von RTF.1 haben sich mit vollem                             

                    

Sie sehen hier einen Beitrag über die Schiedsrichtergruppe Münsingen von RTF.1, dem Fernsehen für die Regionen Neckar-Alb.

Engagement in unser Anliegen eingebracht. Hierfür möchten wir uns im Namen der Schiedsrichtergruppen im Bezirk Alb herzlichst beim RTF.1 Team bedanken. Der Beitrag beleuchtet zudem die Schiedsrichterei und zeigt was zum Schiedsrichter sein alles dazu gehört. Knut Kircher, dem ebenfalls unser Dank gilt, hat sich kurzfristig bereit erklärt uns zu unterstützen um ein Interview zu geben.

Immer mehr Gewaltausbrüche auf dem Fussballplatz!

Nicht nur wie aktuell in Hamburg, auch bei uns rund um und auf der Alb nimmt die Agressivität gegen Spieler und Schiedsrichter zu. Nicht nur die Spieler selbst, auch immer mehr Trainer und Zuschauer sind hier zu beobachten. Zielscheibe der Anfeindungen sind meistens die Schiedsrichter. Auch im Jugendfussball ist eine Zunahme der Agressivität zu beobachten. Die SRG-Münsingen apelliert an die Vereine auf Ihre Spieler, Trainer und Fans zuzugehen und dementsprechende Maßnahmen zu Ergreifen um einen respektvollen Umgang miteinander zu gewährleisten. Natürlich gehören Emotionen zum Spiel, bloss haben Gewalt, Rassimus oder beleidigende Äußerungen nichts bei einem Fußballspiel zu suchen. In diesem Sinne wünschen wir uns und den Vereinen faire und spannende Fußballspiele.                     

Video Sportclub: Hilferuf der Schiedsrichter

Sportclub - 27.09.2015 22:50 Uhr

Die Schiedsrichter haben genug von Gewalt und

schlagen Alarm. HFV-Sprecher Carsten Byernetzki

und Referee Thomas Kahle im Sportclub über Probleme und mögliche Lösungen


Schiedsrichterkurs in Bad Urach findet nicht statt!


Trotz unserer intensiven Bemühungen Nachwuchs zu finden konnten wir nicht die erforderliche Teilnehmerzahl erreichen, um einen Neulingskurs durchzuführen. Dies ist auch deshalb sehr bedauerlich weil uns nach wie vor rund 20 Schiedsrichter in der Gruppe fehlen um alle Spiele optimal zu besetzen. Wir möchten uns hier nochmals bei allen, die sich zum Kurs angemeldet haben oder uns Rückmeldung gegeben haben bedanken. Unser besonderer Dank gilt dem FC Bad Urach für die Unterstützung.


Vermutlich ist das geringe Interesse an einer Tätigkeit als Schiedsrichter auch mit dem Umstand verbunden das immer mehr Spieler, Trainer und Zuschauer mit zu wenig Respekt dem Schiedsrichter begegnen. Hinzu kommt das die Entscheidungen des Schiedsrichters lautstark, teilweise beleidigend oder drohend auf dem Platz angezweifelt und kommentiert werden. Auch die Vereinsschreiberlinge kaschieren im Nachhinein die schlechte Leistung Ihrer Mannschaft, und führen dies auf angeblich zweifelhafte Entscheidungen des Schiedsrichters zurück und stellen Ihn öffentlich auf Ihrer Homepage oder Vereinszeitung an den Pranger. Hier appelliert die Gruppe an die Vereinsverantwortlichen ihr Augenmerk darauf zu richten. Den auch wir gehen nur, wie die Mannschaften der Vereine, unserem Hobby auf dem Platz nach und machen wie alle Menschen Fehler. Bitte denken Sie an Ihrem nächsten Spieltag daran, es könnte ein Jung-Schiedsrichter auf dem Platz stehen, der sein erstes Spiel leitet, oder ein Schiedsrichter-Interessent der durch solches Verhalten abgeschreckt wird.